Chicago – my kind of town. Meine Liebeserklärung an eine Stadt.

Deutsch? Klick hier!

You’re the city of big shoulders, the city of (way too) long winters, and the city of hot summers. People call you America’s second city, which for me doesn’t really make sense. You are so much better than New York, or any other big city in this world. You are the city that gave me the opportunity to get to know my wife. You are the city where I proposed. You are the city where my two children were born. You are the city that I lived in for eight years.

No matter where my family and I will be headed in the near and far future, one thing is certain: Chicago will always have a special place in my heart. I experienced the craziest and longest winters, and I had never seen potholes as large as in Chicago. Yes – living in Chi-town between November and April is miserable but hey – at least we had winters! No, seriously – Washington’s local TV station breaks one-inch snowfall as a news story. It’s cute. Also, the Blackhawks. Need I say more?

Well, then there are the summers. After braving through six gray, dark, and cold winter months, Chicagoans soak in the blue skies and longer days. This city’s street festivals and lakefront are unmatched. Biking to Lake Michigan with my family was a regular pastime. The patios along Division Street, between Ashland and Western, tempt the hungry and thirsty for burgers, tacos, or craft brews. It’s the season of BBQs, back yard play dates, and hours spent at nearby parks.

I’m thankful for my eight years of Chicago. I’m thankful for the new friendships, thankful for the lesson in appreciation of “milder” winters, thankful that my wife said yes in 2008 on the rooftop of 1112 N Wolcott, thankful that my two kids were born there and thankful for so many other opportunities. Chicago, you are my kind of town.

Meine Liebeserklärung an eine Stadt.

Chicago. Das heißt lange, sehr lange und kalte Winter. Mit viel Schnee und eiskalten Winden bis weit in den April. Dafür hat es aber der Sommer in sich: Kilometerlange Sandstrände mitten in der Stadt, einladende Straßenfeste und rauschhafte Abendende. Auch dafür steht Chicago. Amerikas „Second City“ ist nie langweilig, nie emotionslos und steht niemals still. Hier habe ich mich verliebt und hier wurden meine Kinder geboren. Von Chicago träumte ich nicht nur – nein – hier habe ich ganze acht Jahre meines doch recht jungen Erwachsenendaseins verbracht.

Die Rede ist von einer Stadt, die im grauen Winter wochenlang tiefgefroren am Lake Michigan ausharrt und dessen Einwohner mit hochgezogenen Pelzkragen über die Avenues inmitten der Hochhausschluchten die Straßenseiten wechseln. Sie schimpfen, sagen nichts oder starren einfach nur auf den Boden. Der Gesichtsausdruck der Einwohner Chicagos ähnelt Ende Februar einer typischen, von Schlaglöchern und Salzflecken übersäten, Straße. Der Winter ist eine Zeit in der sich die meisten gar nicht erst aus dem Haus trauen. Viel lieber bleibt man in der warmen Wohnung, trinkt einen heißen Tee und schaut sich den einen oder anderen Blizzard von der ersten Reihe aus an. So ein Flockenwirbel hat durchaus auch etwas Harmonisches – wenn nicht sogar Beruhigendes. Doch die Ernüchterung folgt gewöhnlich am Folgetag. Nachdem man sein Vehikel von einer halben Meter dicken Schneeschicht befreit hat, wird die Fahrt zur Kaufhalle von Dezimetertiefen Schlaglöchern begleitet. Der Winter in Chicago ist lang. Es ist eine Zeit, in der scheinbar nur unschöne Gefühlszustände den Tagesablauf bestimmen: Depression, Kapitulation und dem verzweifelten Wunsch nach Wärme.

Doch sobald die ersten Tulpen entlang der Magnificent Mile blühen, erwacht auch diese Stadt aus dem scheinbar endlosen Winterschlaf. Die ersten Frühlingstage werden, trotz der noch teils zugefrorenen Pfützen, mit Spaziergängen in T-Shirts begrüßt. Man schnappt sich Kind und Kegel, fährt mit dem Rad in die Stadt und genießt den Anblick dieser pulsierenden Metropole.

Die Kneipen entlang der bekannten Division Street zwischen Ashland und Western holen ihre Sommerbestuhlung raus. Musik ist zu hören und der eine oder andere Cubs oder White Sox Fan macht sich auf den Weg in die Stadien. Das sind die Momente in denen man wieder aufblüht, Momente in welchen man den langen Winter ganz schnell wieder vergisst. Mit dem Memorial Day Ende Mai füllen sich dann auch die Strände der Stadt.

Der Sommer in Chicago vermittelt ein Gefühl von Freiheit. Ganze Straßenzüge werden für Nachbarschaftsfeste gesperrt. Man sieht sich, man begrüßt sich, man verbringt Zeit miteinander. Unter freiem Himmel bis tief in die Nacht. Die schwül-heißen Nächte laden zu langen Garten- oder Balkonpartys bei Freunden ein. Es ist eine Zeit in der Chicago leuchtet, eine Zeit in der man leicht abschalten und sich in seiner Freizeit voll und ganz seiner Familie hingeben kann. Hier ist die kleine Welt ganz groß – da gebe ich Clueso Recht.

Danke, Chicago, für acht wunderbare Jahre. Danke dafür, dass ich im September 2007 nicht nur dich sondern auch die Liebe meines Lebens genauer kennenlernen durfte. Ich bin dankbar dafür, dass ich neue Freundschaften schließen konnte, dass ich fortan milde Winter zu schätzen weiß und dass unsere zwei Kinder dort gesund zur Welt gekommen sind. You are my kind of town.

One thought on “Chicago – my kind of town. Meine Liebeserklärung an eine Stadt.

  1. Matthias,
    As Chicago has made a difference in you life, you have made a difference in my life and I am blessed to know you. You are such a great husband, father and friend. Wishing you happiness and follow your dreams. Love, Janet

    Liked by 1 person

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s